Sonniger Donnerstag, Leute,
Der heutige Tag fühlt sich an wie ein Moment für tiefere Reflexion.
Wie ihr wisst, komme ich aus Finnland; diesem Land aus Schnee und Eis, aus düsteren, dunklen Wintern und endlos hellen Sommernächten. Ein Land, in dem der nächste Nachbar genauso gut ein Bär oder ein Elch sein könnte und in dem Häuser von Wäldern und üppigen Feldern umgeben sind.
Für Finnen ist die Natur Teil unserer Seelenlandschaft. Hier kommen wir zur Ruhe, bewegen unseren Körper, klären unseren Geist, verlieben uns und tragen unsere Sorgen.
Aber jenseits von Nutzen oder Schönheit lebt die Natur in uns. Ob umgeben von Bergen, Wäldern oder Wüsten, wir sind untrennbar mit unserer Umwelt verbunden. Sie prägt, wie wir denken, was wir schätzen und wie wir uns entscheiden zu leben.
Die Welt drängt uns, die Natur zu retten.
Doch vielleicht ist die tiefere Frage, ob wir bereit sind, uns wieder mit uns selbst zu verbinden.
Die Stille, das Gleichgewicht und die Integrität in uns zu schützen – die gleichen Eigenschaften, die wir in der Welt um uns herum bewahren wollen. Uns daran zu erinnern, dass wir im Rhythmus der Bäume atmen und dass unser Geist in Gegenwart von Vogelgesang weicher wird.
„Dies über alles: Sei dir selbst treu.“
— William Shakespeare
